Festschrift 100 Jahre Ruderverein Rhenus e.V. Andernach 1910

Zeitzeugen berichten

Zeitzeugen berichten

 

 

Klaus Zappei, Jahrgang 1949/Mitglied seit 1959

 

  • Als 10-jähriger wurde Klaus schon zu Außenarbeiten (Grabenarbeiten für das schwimmende Bootshaus) gebraucht und verdiente sich dadurch die Anerkennung seiner Kameraden.
  • Als 12-jähriger sammelte er seine erste Steuererfahrung mit dem Duo Hein/Knöll rund um Hammerstein. Natürlich in den Vereinsfarben blau – weiß.
  • Wilfried Zappei, sein Bruder, war damals schon Mitglied im Verein.
  • Für die Ausbildung gab es feste Regularien.
  • Es gab eine Kleiderordnung, und die Kommandos mussten strikt befolgt werden. Die Strenge des Ruderwarts M. Fickler war bekannt. (Sohn von L. Fickler)
  • Rudersperren waren an der Tagesordnung.
  • Der Bootswart L. Fickler kontrollierte mit dem Fernglas seine Jungs.
  • Ohne Flagge durfte nicht gefahren werden.
  • Eine Teilnahme an großen Regatten gab es damals nicht. Lediglich regionale Regatten (Erdbeer-Regatta) wurden beschickt.
  • Später konzentrierte sich der Verein mehr auf Wanderfahrten.
  • Das Vereinsleben in der damaligen Zeit wurde durch die Jugend geprägt. KSG und Mädchengymnasium (Lyceum). Ein Lehrer des KSG war Mitglied im Verein und trainierte die Schüler.
  • Herr Unger 1. Vorsitzender und Herr Dr. Luithlen als 2. Vorsitzender prägten die Vereinsarbeit.
  • Wanderfahrten standen unter dem Motto: „Zelten und durchhalten“
  • Z. B. Aare oder von Düsseldorf ins Isselmeer, Bodensee, Oberrhein, Mosel, Lahn, Werra, Weser usw.
  • Auf dem Bodensee gab es durch einen Wetterumbruch Gefahr für Leib und Leben. Erschöpfung, Wind und schlechtes Wetter sorgten für Aufregung.
  • Die Reparaturarbeiten des „Alten Bootshauses“ häuften sich. Mit Speckschwarten und Beton wurde der Rumpf repariert.
  • Weitere Schäden am Schiffsrumpf machten sich bemerkbar. Die Statik war nicht mehr gewährleistet. Die Stadt wollte keine Zuschüsse mehr geben. Ein Grundstück am Hafen war im Gespräch. Erste Überlegungen des jetzigen Standorts fingen an. Durch geschickte Verhandlungen wurde ein Grundstück gefunden. (Erbpacht)

 

 

Manfred Schütte, Jahrgang 1941, erzählt:

 

Mitglied seit 1985. Im Alter von 43 Jahren, vorher Tennis.

Familie (Bodo, Friedel, Harald)

Ausgebildet durch seinen Sohn und Übungsleiter Bodo Schütte.

Sein Mentor hieß Eduard Kollig, der die Familie begeisterte. Zu dieser Zeit gab es 15 aktive Jugendliche, die regelmäßig in ihrer Freizeit den Rudersport ausübten.

Der Verein besaß einen Kleinbus (9 – Sitzer), der für die Wanderfahrten zur Verfügung stand. Etliche Fahrten wurden durchgeführt. Die Arbeitsstunden wurden damals in Schichten vergeben: „Der berühmte Dienstag im Schiff“. (Altes Bootshaus)

 

  • Die Pfingst–Tour auf der Lahn (Weilburg – Andernach) Das Boot Antunnacum war z. B. dabei. 40 Mitglieder hatten sich angemeldet. Die Planung war umfangreich, mehrere Fahrten mussten organisiert werden. Keine Boote waren mehr vor Ort
  • 24 – Std. Regatten in Hürth wurden organisiert (Streckenwertung)
  • Regatta in Zell, damals mit Riemen
  • Mitglieder wie Marion Breidbach, Dieter Schmitt (damals 1. Vorsitzender), Hans Werner Hertz, Margret Baron, Monika und Klaus Zappei, Wolfgang Thalwitzer, Robert Weiler, Karl Grieger, Markus Schmidt, Jochen Kierig und Thomas Mandrella waren damals die Aktivposten
  • Die Gepflogenheiten wie die Einhaltung der Kleiderordnung, Respekt untereinander, Zucht und Ordnung, Wert auf Umgangsformen, und die Bootspflege wurden akzeptiert
  • Das Vereinsleben wurde in der Restauration des Alten Bootshauses gepflegt, und die Geselligkeit kam daher nicht zu kurz
  • Gemeinsames Abwracken
  • Insel Hammerstein: Training im Einer, anschließend Grillen, verantwortlich Georg Gallert, der leider viel zu früh verstorbene Ruderwart
  • Die Barkentour auf der Mosel: Ende Mai 1997, anlässlich der Silberhochzeit von Monika und Klaus Zappei

 klamo barkentour97       

Klaus und Monika Zappei auf der Barkentour, Mai 97   Die Barke wurde für das Silberpaar geschmückt, Mai 97

 

   
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